everything seemed so fucking perfect

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Ein Schritt zurück...

In einem Moment ist man noch glücklich. Denkt darüber nach, was die Zukunft noch alles so bringt. Darüber, dass man sich hier noch ein Tattoo stechen lassen will. Als Erinnerung. Als Symbol für Freiheit. Als Zeichen dafür, dass man an seine Träume glauben muss.

 Dann steht man unter der Dusche. Meine Schwester möchte, dass ich ihr irgendwelche Nagel-Design-Stifte mit nach Hause bringe, die es in Deutschland wohl nicht gibt. Kein Ding. Online-Shop von CVS. Alles in den Warenkorb. Zwei Doller fehlen bis zur versandskostenfreien Lieferung. Okay, eine Packung Einwegrasierer. Klingen sind hier einfach zu teuer und jetzt, wo es so kalt ist, reichen die Billigdinger auch.

Die Klinge sieht so anders aus. So viel breiter als die von Gilette. Ein kurzer Gedanke. Eine kurze Erinnerung. Warum eigentlich nicht? Ein schon fast liebevolles Streichen über meinen Unterarm. Ein kleiner Schnitt. Ein kurzer Schmerz. Rot.

 Und ich weiß noch nicht einmal warum.

Ich dachte, ich hätte es hinter mir. Wie lange ist es her, dass ich mich das letzte Mal selbst verletzt habe? Ein Jahr? Nein, schon länger... Vielleicht schon zwei?

Warum jetzt? Ich habe es einfach nicht kommen sehen. Es ist doch alles gut. 

Das Herz hat Gründe, die der Verstand nicht kennt...

Und jetzt sitze ich hier. Mit Tränen in den Augen. Mein Blick fällt zu dem kleinen Countdown in der Symbolleiste meines Macbooks. Noch 101 Tage...

Wo ist die Zeit geblieben? 

Ich habe Angst. Ich habe einfach so eine große Angst davor, wieder nach Hause zu gehen.

Vielleicht ist es das. Vielleicht, weil ich weiß, dass meine kleine perfekte Welt in wenigen Monaten nicht mehr existiert. Vielleicht, weil ich einfach nicht darüber nachdenken will. Ich kann mich nicht damit auseinandersetzen., was sein wird, wenn ich wieder mit meinem Vater zusammenleben muss. Der Gedanke macht mich verrückt.

Ich bin einfach überfordert...

 


 

Ich weiß was mich erwartet.

Ich kenne dieses Bild.

Ich kenne meine Wege und ich weiß, dass ich sie nicht mehr gehen will.

(Auszug aus: Narben - Die Böhsen Onkelz)

2.4.11 23:09
 



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